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Extrembügeln

Glätten, Plätten, Bügeln. Diese Hausarbeit kann auch am Fels im Hochgebirge, im reißenden Bach oder auf einem Baum erledigt werden. Dies ist dann das so genannte Extrembügeln. Im Wesentlichen geht es darum Wäsche mit einem heißen Bügeleisen unter extremen Bedingungen zu bügeln. Seinen Ursprung hatte das Extrembügeln 1997 in Großbritannien durch Philip Shaw, der seine Wäsche zu Hause nicht mehr bügeln wollte. Daher unternahm er eine Bergtour und nahm seine Wäsche einfach mit.

Weitere Extrembügel-Touren folgten mit einem Kollegen. Es schlossen sich weitere Extrembügler an, die unter Extrembedingungen sowie an ausgefallenen Orten fortan bügelten.

Kai „Hot Crease“ Zosseder war der Gründer der deutschen Extrembügler. Er traf auf einer Neuseelandreise Philip Shaw im Jahre 2000 und wurde sofort zu einem begeisterten Anhänger. Noch im selben Jahr als er nach eutschland zurückkehrte gründete er in München die „German Extreme Ironing Section“ (GEIS). Dies organisierte auch zwei Jahre später die erste Weltmeisterschaft.


Die Ausrüstung fürs Extrembügeln

Das Bügelbrett und das Bügeleisen werden beim gesamten Wettkampf am eigenen Körper mitgeführt. Handelsübliche Bügeleisen werden für das Bügeln verwendet.

Dort wo keine elektrische Stromversorgung vorhanden ist oder wegen Feuchtigkeit diese nicht in Anspruch genommen werden kann wird die Heizplatte mit Hilfskonstruktionen wie beispielsweise einem Gaskocher erwärmt.

Das Bügelbrett sollte ebenfalls ein handelsübliches sein und bestehen aus einem bezogenen Bügeltisch sowie einer Unterkonstruktion zum Abstellen.

In Ausnahmefällen wie beim Airstyle-Bügeln in Ultraleichtflugzeugen sowie auch beim Base Jumping kommen werden wegen der hohen Windgeschwindigkeit Spezialanfertigungen eingesetzt.

Die Disziplinen

Das Rockstyle ist die Hochgebirgsdisziplin. Diese wird durchgeführt im (Hoch-) Gebirge an Kletterwänden und Steilhängen. Meist besteht diese Disziplin im Überwinden von größeren Höhenunterscheiden mit dem Bügelbrett und Bügeleisen in einer weglosen Gebirgslandschaft.

Beim Water Style fallen fast alle der sportlichen Aktivitäten zusammen, welche auf dem Wasser und unter Wasser stattfinden. Das Unterwasserbügeln mit Taucherausrüstung hat sich als sportlicher Wettkampf etabliert.

Im städtischen Umfeld findet das Urban Style statt, bevorzugt an exponierten Gebäuden oder Orten. Das Forest Style findet im Wald an oder auf Bäumen statt. Eine Mannschaftsportart ist das Synchronbügeln.

Die Bewegungsabstimmung mit den anderen Gruppenmitgliedern ist von entscheidender Bedeutung. Mit allen anderen Disziplinen kann das Synchronbügeln kombiniert werden.

Unter den Begriff Freestyle fallen alle Disziplinen, welche nicht eingeordnet werden können in die genannten Kategorien wie das Eso – und Airstyle-Bügeln. Das Air Style Bügeln findet in Ultraleichtflugzeugen statt sowie beim Base Jumping.

Die Regeln

Bügelbrett und Bügeleisen müssen während des Wettkampfes immer mitgeführt werden. Keinesfalls dürfen spezielle Bügeleisen verwendet werden sondern nur ganz gewöhnliche.

Dort wo es keinen Strom gibt wird die Heizplatte des Bügeleisens aufgewärmt mit Gaskochern oder Geräten die ähnlich sind. Verwendet werden auch handelsübliche Bügelbretter.

Spass & Wettbewerb

Beim Extrembügeln vereinen sich Notwendigkeit und Spaß. Jedes Jahr findet eine Extrembügeln Weltmeisterschaft statt. Der Wettbewerb setzt sich bei der Weltmeisterschaft zusammen aus verschiedenen Disziplinen und wird ausgetragen im Freien.

Dies sind der Forest Style, der Water Style, der Rocky Style und der Urban Style. Es werden grundsätzlichen von den Teilnehmern handelsübliche Bügeleisen verwendet. Während des Wettkampfes tragen die Teilnehmer das Bügelbrett und das Bügeleisen über die gesamte Zeit bei sich. Die erste Weltmeisterschaft fand statt am 21. September 2002 südlich von München in dem Dorf Valley.

Rowenta Extreme USA

Die Rowenta Trophy fand im Jahr 2003 statt und war ein Wettbewerb im Extrembügeln organisiert vom englischen Extreme Ironing Bureau. Der Südafrikaner Troye Wallet gewann die Trophäe indem er angeseilt über einer 300m tiefen Schlucht in den Wolfberg Cracks, Südafrika bügelte.

Extrembügeln ist eine im freien ausgetragene Sportart, wobei die Teilnehmer unter schweren Bedingungen abhängig von körperlicher Anstrengung, Wetter und Ort mit einem heißen Bügeleisen und einem Bügelbrett Wäsche bügeln. Ihren Anfang hatte die Sportart 1997 in Leicester, Großbritannien. Ein Fabrik- und Bergarbeiter namens Phillip Shaw war der Hausarbeit müde und entschloss sich samt Wäsche und Bügeleisen eine Bergtour zu unternehmen. Weitere Touren folgten und das Extrembügeln war entstanden. Im Jahr 2000 zog das extreme Bügeln auch in Deutschland ein. Kai "Hot Crease" Zosseder traf Phillip Shaw auf einer Neuseelandreise und war sofort von dessen Idee begeistert. Gleich nach seiner Rückkehr gründete er in München die German Extreme Ironing Section, die zwei Jahre darauf die erste Weltmeisterschaft im Extrembügeln organisierte.

Inzwischen gibt es verschiedene Disziplinen im Extrembügeln:

  • Den Rocky Style, wobei in Hochgebirgen an Steil- und Kletterwänden gebügelt wird. Meist müssen große Höhenunterschiede mit Bügeleisen und -brett überwunden werden.
  • Den Water Style, wobei auf, im und unter Wasser gebügelt wird. Insbesondere Unterwasserbügeln mit Taucherausrüstung hat sich etabliert.
  • Den Urban Style, es wird im städtischen Umfeld gebügelt.
  • Den Forest Style, wobei im Wald an oder auf Bäumen gebügelt wird.
  • Das Synchronbügeln, die Mannschaftssportart im Extrembügeln. Sie lässt sich mit allen anderen Disziplinen kombinieren.
  • Den Freestyle, welcher alle Disziplinen kennzeichnet, die sich nicht unter den obigen einordnen lassen.
  • Zu guter letzt den Air Style, wobei in Ultraleichtflugzeugen oder beim Base Jumping gebügelt wird.

Das Kulturfestival KINO24 in München machte das Extrembügeln 2001 der breiten Öffentlichkeit bekannt mit Hilfe einer Doku und einer Vorführung mehrerer Sportler. Aufgrund der außergewöhnlichen Idee und des Interesses der Masse bekam der Sport große Medienaufmerksamkeit und bekannte Waschmittel- und Bügeleisenherstellern fingen an das Extrembügeln zu sponsern und für die Werbung ihrer Marke zu nutzen. Heute blickt das Extrembügeln auf einige beachtliche Weltrekorde zurück. Darunter "Iron man" Carrick, der auf der Spitze des höchsten Bergs Amerikas bügelte, dem Aconcagua in 6.962m Höhe. Louise "Dive Girl" Trewavas, die in 100m Tiefe am Blue Hole in Ägypten bügelte und Matthew "Crease Lightnin" Hearne, der den London-Marathon in 4 Stunden 8 Minuten lief und dabei eine ganze Menge Wäsche bügelte.

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